Das Gelände

Bildungshaus und Walderlebnisschule verfügen über ein Außengelände von rund 3 ha. Eine Streuobst- und Blumenwiesen, der angrenzende Wald, ein kleiner Teich, ein Beobachtungsstand sowie „Insektenhotel“ und Bienenhaus bieten zusammen mit weiteren Lehr- und Erlebnisplätzen viel Raum für Freiraumaktivitäten, Ferienspiele oder Gruppenaufenthalte. Anhand eines zur Zeit in der Aufstellung befindlichen Gesamtkonzeptes wird das Angebot auf dem Gelände in den nächsten Jahren nach und nach erweitert, so das insbesondere das eigenständige Entdecken und Erleben der Geheimnisse unserer Kulturlandschaft gefördert wird.

Vorschlag für die Innenraumgestaltung des Seminarraumes

Im „Bildungshaus Modexen“ hat den Anspruch, Themen rund um „Natur-Land-Jagd“ öffentlichkeitswirksam zu kommunizieren. Für den Schulungs- und Seminarbetrieb bieten die neuen Räumlichkeiten günstige Voraussetzungen. Unabhängig von Veranstaltungen soll es der Bevölkerung ermöglicht werden, sich eigenständig zu den o.a. Themen und über die heimische Kulturlandschaft zu informieren. Dies soll z.B. durch eine entsprechende Wandgestaltung, die durch Anschauungsmaterial und Informationstexte ergänzt wird, erzielt werden.

Hier ein Gestaltungsvorschlag:

Die Nord-Wand bietet Informationen zum Thema Hecken, die einst als Brennholzquelle, lebende Zäune oder Windschutz durch die Landwirte angelegt wurden und denen heute eine große Bedeutung zum Erhalt der Biodiversität in der Feldflur zukommt. Dies rückt sich sie auch in den Fokus von Naturschutz und Jagd. Ebenfalls thematisiert wird hier das Grünland, das je nach Ausprägung neben dem eigentlichen landwirtschaftlichen Nutzen von unschätzbaren Wert als Lebensraum für eine Vielzahl von Arten der Kulturlandschaft ist. Von besonderem Wert sind die extensiv genutzten Wiesen und Weiden, die z.B. durch die zahlreichen Falterarten nicht nur den Naturschützer begeistern. Zwei Regale bieten Platz für Exponate. Wird die Schaufläche von der Wand abgerückt, so dass sie bündig mit den Regalen abschließt, entsteht ein Hohlraum – in dem Exponate versteckt werden können: Öffnet man entsprechende Klappen, erhält man Einblicke in eine sonst versteckte Welt.

Nordwand

An der Ost-Wand könnte das Themenfeld „Acker“ präsentiert werden. Äcker machen einen Großteil der heutigen landwirtschaftlich genutzten Kulturlandschaft aus. Sie sind nicht nur Garanten für unsere Ernährungssicherheit sondern sind auch Lebensraum für wildlebende Tiere und Pflanzen und somit auch im Fokus von Naturschutz und der Jagd (z.B. Niederwild, Vögel der Agrarlandschaft).

Eine Teilfläche der Ost-Wand konnte sowohl analog wie auch digital genutzt werden. Die analoge Wandgestaltung könnte die Streuobstwiese als Thema haben. Streuobstwiesen stellen eine historische landwirtschaftliche Nutzungsform dar, die aus landschaftsästhetischer Sicht besonders reizvoll ist. Zudem stellen sie einen Hort der Artenvielfalt dar. Auch die Bedeutung von Sonderstrukturen könnte hier thematisiert, zum Beispiel die Entstehungsgeschichte der Lesesteinhaufen und deren Bedeutung für Tiere und Pflanzen. Entsprechende Exponate können wiederum in den intergrierten Regalen ausgestellt werden. Neben der analogen Nutzung ist eine digitale Nutzung möglich: Eine herunterzufahrende Projektionsfläche ermöglicht es z.B. spezifische Inhalte via Beamer zu kommunizieren. So könnte hier z.B. der Landschaftswandel im Kulturland Kreis Höxter in Form von vergleichenden und sich überlagernden Bildern (damals-heute) gezeigt werden. Die Projektionsfläche bietet den verschiedenen Gruppierungen zudem die Möglichkeit im Rahmen von entsprechenden Veranstaltungen Werbung für ihre Anliegen zu machen.

Die verschiedenen Wände könnten mit lebensraumtypischen Geräuschkulissen unterlegt werden (z.B. der Gesang der Lerchen beim Thema „Acker“, die in sogenannten „Klangduschen“ nur den vor den Wand stehenden Besucher „beschallen“, so dass andere im Raum befindliche Gäste nicht in die jeweilige „Klangwelt“ einbezogen werden. Eine optimale Ausleuchtung der Schauwände und Exponate ist selbstverständlich.

Ostwand

Die Süd-Wand des Seminarraums dient hingegen als Projektionsfläche, die im Rahmen von Veranstaltungen den Vortragenden zur Verfügung steht. Herzstück ist ein mittig angeordneter großer Präsentationsbildschirm. Seitlich angeordnete Regale bieten Platz für veranstaltungsspezifische Demonstrationsobjekte.

Südwand

Die West-Wand besteht aus einer breiten Fensterfront, die einen weiten Blick in die heutige Kulturlandschaft bietet. Es könnten an den Fenstern Aufkleber oder ähnliches angebracht werden, die die zu sehende Landschaft mit Kulturlandschaftselementen wie z.B. Hecken anreichert.